Henning Hatje
Henning Hatje

Eine Gratwanderung zwischen Lieferantenkonsolidierung und -diversifizierung

Eine Gratwanderung zwischen Lieferantenkonsolidierung und -diversifizierung

Robuste Lieferketten sind das Rückgrat der heutigen Wertschöpfungsketten. In jüngster Zeit haben die COVID-19-Pandemie und die Blockade des Suezkanals das Geschäftsrisiko einer Unterbrechung der Lieferkette deutlich gemacht. Diese Ereignisse lenken den Blick regelmäßig auf die Diversifizierung der Lieferketten. Dabei werden jedoch die Strategien zur Konsolidierung der Zulieferer vernachlässigt. Es ist wichtig, beide Strategien gegeneinander abzuwägen. Sie schließen sich nicht gegenseitig aus, und beide hängen von einer aussagekräftigen Datengrundlage ab.

Konsolidierung vs. Diversifizierung

Die Hauptmotivation für eine Lieferantenkonsolidierung sind Kosteneinsparungen. Die Lieferantenkonsolidierung erleichtert engere und länger andauernde Lieferantenbeziehungen. Dadurch kommt es zu weniger Unstimmigkeiten zwischen Lieferanten und Kunden. Darüber hinaus erhöhen ein größerer Bedarf und engere Beziehungen die Verhandlungsmacht des Kunden, was zu Kosteneinsparungen für den Kunden führt. Da weniger Lieferantenbeziehungen zu verwalten sind, sinken auch die Transaktionskosten, was letztlich zu Kosteneinsparungen führt. Allerdings birgt die Lieferantenkonsolidierung auch Risiken. So kann beispielsweise das Innovationspotenzial sinken, wenn immer dieselben Lieferanten beauftragt werden. Außerdem kann das Risiko von Unterbrechungen der Lieferkette trotz besserer Lieferantenbeziehungen steigen. Dies liegt daran, dass sich durch die Lieferantenkonsolidierung die Zahl der alternativen Lieferanten im Falle unerwarteter Ereignisse verringert.

Daher ist die Risikominderung eines der Hauptargumente für die Diversifizierung der Zulieferer. Ein breiterer Lieferantenstamm ermöglicht es Unternehmen, schneller auf externe Risiken in der Lieferkette und veränderte Verbraucherwünsche zu reagieren. Außerdem bedeutet eine breitere Lieferantenbasis im Allgemeinen wettbewerbsfähigere Preise und mehr Innovation. Die Verwaltung vieler Lieferantenbeziehungen ist jedoch nicht nur zeit- und kostenaufwändig, sondern birgt auch spezifische Risiken, wie etwa uneinheitliche Qualitätsstandards. Wenn die Qualitätsstandards bei den einzelnen Lieferanten unterschiedlich sind, die eingekauften Waren/Dienstleistungen aber für die Wertschöpfung von wesentlicher Bedeutung sind, kann eine effiziente Diversifizierung der Lieferanten sehr komplex, wenn nicht gar unmöglich sein.

Komplementäre Strategien - abhängig von einer soliden Datengrundlage

Vergleicht man die Strategien der Lieferantenkonsolidierung und -diversifizierung, könnte man meinen, sie würden sich gegenseitig ausschließen. In belastbaren und leistungsfähigen Lieferketten können jedoch beide Strategien nebeneinander bestehen. Ob man konsolidiert oder diversifiziert, hängt immer vom individuellen Kontext eines Beschaffungsvorgangs ab.

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So ist eine Diversifizierung häufig für die strategische Beschaffung vorteilhaft. Dies gilt insbesondere dann, wenn die beschafften Güter für die Wertschöpfung wesentlich sind und die erwarteten Qualitätsstandards ohne große Beteiligung der Beschaffungsteams oder der Fachabteilungen erfüllt werden können. In diesem Fall sollte die Risikominderung im Vordergrund stehen.

Für die meisten Prozesse, bei denen es auf die Beschaffung ankommt, ist jedoch eine Konsolidierung vorzuziehen. Da die beschafften Waren strategisch weniger relevant sind, werden die Risiken von Fehlern entlang der Lieferkette weniger stark gewichtet. Gleichzeitig lassen sich durch Prozessautomatisierung, optimierte Lieferantenauswahl und Bündelung z.B. erhebliche Kosteneinsparungen erzielen.

Letztendlich sollte die Strategie je nach den unterschiedlichen Anforderungen der einzelnen Beschaffungsfälle angepasst werden. Sowohl die Konsolidierung als auch die Diversifizierung sind jedoch zeit- und forschungsintensiv. Die Beschaffungsteams müssen relevante Daten über bestehende Lieferanten sammeln und möglicherweise Alternativen ermitteln. Leider fehlt in vielen Unternehmen der schnelle und mühelose Zugriff auf diese Daten. Ein wirklich belastbares und leistungsfähiges Lieferkettenmanagement erfordert die richtigen Daten zur richtigen Zeit, die in die Beschaffungsprozesse integriert sind.

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